Schulprogramm

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"Raum und Zeit zum Lernen"

Schulprogramm

 

Unsere Leitlinien

Selbstbewusstsein stärken, Miteinander fördern

Die Sekundarschule können grundsätzlich alle Kinder besuchen, unabhängig von ihrer Schulformempfehlung, ihrem Leistungsstand oder ihrem kulturellen Hintergrund. Damit sie alle gemeinsam erfolgreich lernen und leben können, stellt das Schulprogramm der Sekundarschule vier zentrale Werte in den Vordergrund:

1. Wertschätzung erfahren und vermitteln

2. Verantwortung für sich und andere übernehmen

3. Selbstständigkeit leben und fördern

4. Leistungs- und Kooperationsbereitschaft zeigen und unterstützen.

Ziel ist es, dass jedes Kind diese zentralen Werte im Laufe seiner Schulzeit immer besser umsetzen kann. Daher gewährt die Sekundarschule in hohem Maße Raum und Zeit für Selbständigkeit, Verantwortungsübernahme und Kooperation. Anerkennung gibt es nicht nur für kognitive Leistungen, sondern natürlich auch für Kreativität, sportliche Leistungen, Konfliktlösungsfähigkeit, soziales und politisch-gesellschaftliches Engagement.

 

Länger gemeinsam lernen

Wir wollen, dass alle Kinder nach ihrer Grundschulzeit auf individuelle Weise und gemeinsam von der Klasse 5 bis zur Klasse 10 - also 6 Jahre bis zum Abschluss der Sekundarstufe I - lernen können. Das gemeinsame Lernen und das schulische Zusammenleben sind uns wichtig, weil es für das gesamte weitere Leben von Bedeutung ist. Wichtig ist uns auch, dass dieses gemeinsame Lernen hier in unserer Stadt Rahden stattfindet, weil es die Zukunftsentwicklung Rahdens positiv beeinflussen kann.

Wir halten die Frage, welches Kind welchen Schulabschluss anstrebt und erreichen kann, möglichst lange offen.

Spätere Laufbahnentscheidungen bedeuten für viele Kinder mehr Chancen und weniger Abhängigkeiten von der sozialen Herkunft. Auf diese Weise wollen wir zu mehr Chancengleichheit und mehr Chancengerechtigkeit beitragen.

Als Schule des gemeinsamen Lernens setzt die Sekundarschule die erfolgreiche inklusive Arbeit der Rahdener Grundschulen fort und steht in der Übergangsphase durch Beratungs- und Übergabegespräche und Hospitationen in engem Austausch mit den Grundschulen.

 

Individuelle Förderung und Forderung

Wir wollen, dass jedes Kind in seiner Einzigartigkeit erkannt und geachtet, gefördert und gefordert wird und alle Möglichkeiten bekommt, seine verschiedenen Potenziale in besonderer Weise zu entfalten.

Alle Kinder nutzen durch ein ganzheitliches und differenziertes Lernangebot ihre Entwicklungsmöglichkeiten.

Als Unterrichtsprinzip gehen wir in den Fächern gezielt auf das unterschiedliche Leistungsvermögen und das unterschiedliche Lerntempo ein und fördern das Lernen auf verschiedenen Wegen.

Lernzeiten

Im Stundenplan sind 6 Lernzeitstunden und eine Organisationsstunde ausgewiesen. In diesen Stunden arbeiten die Schülerinnen und Schüler weitgehend eigenständig an individualisierten Wochenplänen für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik. Differenzierte Aufgaben auf 3 Niveaustufen sollen helfen, individuelle Lernziele zu erreichen. Durch selbstständige Arbeitsplanung, das Bearbeiten von Pflicht- und Wahlaufgaben und die eigenständige Kontrolle und Verbesserung lernen die Schülerinnen und Schüler, ihr Lernen eigenverantwortlich zu übernehmen und zu gestalten. Lernzeiten liegen in den einzelnen Jahrgangsstufen im Band, um einzelnen Kindern gezielt und hilfreich zur Seite stehen zu können.

 

Äußere Differenzierung

Ab Jahrgang 7 wird der Unterricht in Englisch und Mathematik auf einem grundlegenden Niveau (G-Kurs) und auf einem erweiterten Niveau (E-Kurs) angeboten.

Im Jahrgang 8 wird im Fach Deutsch und im Jahrgang 9 wird in den Fächern Physik bzw. Chemie differenziert.

 

Wahlpflichtunterricht

Am Ende der Jahrgangsstufe 5 wählen die Schülerinnen und Schüler nach eingehender Information (Info-Broschüre, Vorstellen der Wahlpflichtfächer bei einem Elternabend und in den Klassen) und Beratung durch die Klassenlehrerteams und die Fachlehrerinnen und Fachlehrer ein Wahlpflichtfach, das einem weiteren Hauptfach entspricht. Dieses Wahlpflichtfach orientiert sich in besonderer Weise an den individuellen Stärken und Fähigkeiten der Kinder.

Angeboten werden:

1. Französisch (siehe unten: Fremdsprachen)

2. Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Biologie / Chemie

3. Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Physik

4. Arbeitslehre: Technik / Hauswirtschaft

5. Darstellen und Gestalten

 

Fremdsprachen

Der Fremdsprachenunterricht beginnt mit Englisch im Jahrgang 5 und baut auf dem in der Grundschule Erlernten auf. Französisch ist ab Klasse 6 als Wahlpflichtfach (2. Fremdsprache) wählbar. Wird Französisch bis zum Ende der Klasse 10 fortgeführt, ist die für das Abitur notwendige 2. Fremdsprache abgedeckt. Das Angebot für die dritte Fremdsprache ab Klasse 8 wird mit den kooperierenden Schulen abgestimmt.

 

Medienkompetenz

Der zunehmenden Bedeutung der neuen Medien tragen wir Rechnung, indem wir vom Jahrgang 5 aufwärts den Umgang mit den neuen Medien üben. Die informationstechnologische Grundausbildung ist an das Fach Gesellschaftslehre gebunden. Bezogen auf konkrete Unterrichtsgegenstände lernen die Kinder das Arbeiten mit dem Internet zu Recherchezwecken, Grundlagen zur Textverarbeitung und einfachen Präsentationsprogrammen. Die erworbenen Kompetenzen werden in den anderen Fächern genutzt und fortgeführt.

Medienkompetenz zu entwickeln bedeutet in diesem Zusammenhang gleichzeitig, den kritischen Umgang mit den neuen Medien zu erlernen. Daher finden in den Jahrgängen 5 bis 7 in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit Projekte zum Thema "Cybermobbing" statt.

 

Soziales Lernen

In jedem Schuljahr finden 2 Projekttage zum „Sozialen Lernen“ statt. Der erste Projekttag im Jahrgang 5 ist die Kennenlernfahrt zum Pollertshof, die vom Klassenlehrerteam und der Schulsozialarbeit gestaltet wird. Bei den Projekttagen stehen abenteuer- und erlebnispädagogische Elemente im Vordergrund. Gruppenaufgaben stellen die Klasse vor z.T. große Herausforderungen, die es im Team zu meistern gilt. Ziel dieser Tage ist es, den Zusammenhalt durch gemeinsames Erleben zu stärken, positive Kommunikation zu trainieren und Toleranz zu fördern.

Das „Soziale Lernen“ wird durch einen Wohltätigkeitslauf, ein Völkerballturnier und das alternative Sportfest, bei dem die Klasse gemeinsam sportlich aktiv werden muss, vom Fach Sport gefördert.

Frühzeitige Berufsorientierung

Schon früh setzen sich Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung von Arbeit und Beruf und mit ihren eigenen Berufsvorstellungen und Wünschen auseinander.

Im Rahmen der Berufs- und Laufbahnberatung finden Informations- und Beratungsgespräche mit Schülerinnen und Schülern und den Eltern statt.

Die Berufsvorbereitung ist Unterrichtsgegenstand in verschiedenen Fächern. Im Jahrgang 7 nehmen alle Schülerinnen und Schüler am Girls’ Day bzw. Boys’ Day teil.

In den Jahrgangsstufen 8-10 werden Projekte zur Berufswahlvorbereitung organisiert und in den Jahrgangsstufen 8 und 9 werden Berufspraktika durchgeführt. Kompetenz-Checks und Bewerbungstrainings sind ebenfalls Gegenstand der Berufsorientierung. Unterstützt wird die Sekundarschule bei der Berufsorientierung und der schulischen Laufbahnberatung von unserem Kooperationspartner dem Berufskolleg Lübbecke.

 

Der Weg zum Abitur

Die Sekundarschule gewährleistet gymnasiale Standards, so dass den Schülerinnen und Schülern der Weg in die gymnasiale Oberstufe offensteht.

Zwischen der Sekundarschule Rahden und dem Gymnasium Rahden und dem Berufskolleg Lübbecke bestehen Kooperationsverträge, die den Schülerinnen und Schülern mit dem entsprechenden Qualifikationsvermerk einen Platz in der jeweiligen Schule garantieren.

Der Bildungsweg zum Abitur dauert in der Regel neun Jahre - sechs Jahre in der Sekundarschule und drei weitere Jahre in der gymnasialen Oberstufe.

Ziel der Sekundarschule ist es, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufe 10 die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erhalten.

 

Die Sekundarschule ist eine Ganztagsschule

Die Sekundarschule Rahden ist eine Ganztagsschule, sie versteht sich als Lern- und Lebensraum und bietet Zeit dafür. Über den Fachunterricht hinaus bietet unsere Schule den Schülerinnen und Schülern Projektarbeit und Lernzeiten anstelle von Hausaufgaben. Das weitgehende Wegfallen von Hausaufgaben entlastet das Familienleben deutlich.

An drei Tagen in der Woche – Montag, Mittwoch und Donnerstag – findet am Nachmittag verpflichtender Unterricht statt. Der Unterricht beginnt nach einer offenen Eingangsphase um 7.55 Uhr und endet an kurzen Tagen um 13.10 Uhr und an langen Tagen um 15.45 Uhr.

Zum Ganztagskonzept gehören eine offene Eingangsphase ab 7.45 Uhr, die einstündige Mittagspause mit Zeit für ein gemeinsames warmes Mittagessen in unserer Mensa, mit Freizeitangeboten und Zeiten zum Spielen, Ausspannen und Kräftesammeln.

Morgens können die Kinder täglich ab 7.30 Uhr das „Coming-in“ im Pavillon nutzen. Im Ganztagsbereich stehen den Kindern während der Mittagspause weitere Angebote im Pavillon, im Schulgarten, in der Turnhalle und im Forum zur Verfügung.

 

Die Arbeit mit dem Logbuch

Das Logbuch ist ein wichtiges Dokumentationsbuch für unsere Schülerinnen und Schüler. In ihm werden für jede Stunde und für jedes Fach die Unterrichtsinhalte und die individuellen Schwerpunkte festgehalten, damit Fachinhalte und Lernwege transparent und nachvollziehbar sind. Auf diese Weise haben auch die Eltern die Möglichkeit, sich über die Lerninhalte ihrer Kinder und die Arbeit an unserer Schule zu informieren. Das Logbuch hilft uns, die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus gut zu gestalten. Eltern und Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte haben jederzeit die Möglichkeit, Hinweise, Fragen, Anregungen, Mitteilungen u.a. in das Logbuch zu schreiben.