Schutzengellauf 2018

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"Raum und Zeit zum Lernen"

Schutzengellauf 2018

Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Rahden übergeben Spenden an den Mukoviszidose e.V.

Als am 12.10.2019 das Startsignal durch die Lautsprecher dröhnt, setzen sich 288 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Rahden in Bewegung, um am „Schutzengellauf“ teilzunehmen. Insgesamt legen sie dabei 4054 Runden (ca. 1621 Kilometer) zurück. Dies entspricht einer Strecke von Rahden bis nach Barcelona. Am Ende des Sponsorenlaufes können insgesamt 6931 Euro für den Mukoviszidose e.V. erlaufen werden. Für diese unerwartet hohe Spendensumme ist neben einer tollen Laufleistung auch die mutige Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, viele Spender zu finden, verantwortlich. Einzelne Schülerinnen und Schüler waren so fleißig bei der Spendersuche, dass sie mehrfach neue Spendenzettel benötigten und am Ende Beträge von bis zu 200 Euro übergeben konnten.

Die Schülerinnen und Schüler starten mit guter Laune in den Schutzengellauf

Der Schutzengel-Spendenlauf für den Mukoviszidose Verein ist eine Initiative, die insbesondere von dem Sportlehrer Andreas Tegen und den Fachkollegen der Sekundarschule getragen und organisiert wird. Hierbei wird eine Tradition aus der auslaufenden Hauptschule fortgesetzt.

Am vergangenen Donnerstag fand nun unter Beteiligung von fünf engagierten Schülerinnen und Schülern die Übergabe der Spenden in Hannover statt. Der Verein Mukoviszidose e.V. unterhält in direkter Nachbarschaft der Medizinischen Hochschule Hannover ein Wohnheim für Angehörige von an Mukoviszidose erkrankten Menschen.  Diese können dort wohnen, während ihre Kinder oder Partner im nahegelegenen Krankenhaus behandelt werden. Häufig handelt es sich hier um Kinder oder Jugendliche, die aus weit entfernten Orten nach Hannover kommen.

Mukoviszidose ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, die dazu führt, dass der Körper zähen Schleim entwickelt und hiermit lebenswichtige Organe (Lunge, Leber, Darm etc.) verstopft. Dies führt für die Betroffenen u.a. zu massiven Atembeschwerden und zu einer Vielzahl weiterer gravierender Einschränkungen. Mukoviszidose Patienten müssen tägliche Inhalationssitzungen, Physiotherapie, strenge Ernährungspläne und sehr starke Medikamente verkraften. Dennoch kann eine eingeschränkte Lebenserwartung nur durch die Transplantation von Organen wie der Leber und Bauchspeicheldrüse erhalten bleiben.

v.l. Annalena Bode (Vorsitzende Lehrerin im Fach Sport), Insa Krey, Leonie Woltermann, Andreas Tegen (Sportlehrer und Initiator), Till Becker, Patrizia Giordano, Enie Hackmann und Norwin Lützenburg

Für die begleitenden Schülerinnen und Schüler war es daher auch ein außergewöhnliches Ereignis, die Patientin Insa Krey kennenzulernen. Während Herr Tegen die 46 Jährige aus früheren Treffen bereits kennt, waren die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Schicksal zum ersten Mal konfrontiert. Gebannt und sehr aufmerksam hören die Kinder der Frau zu, erfahren etwas über den Verlauf ihrer Krankheit, ihre täglichen Herausforderungen, ihre Belastung durch die Atemnot und ihre Angst vor dem Tod. Die Schülerinnen und Schüler stellen in einem intensiven Gespräch viele Fragen und erleben eine offene, lebenslustige und engagierte Frau.